Xtra-Abbau\Steinsalz-DE-2020

Referenzen

# 1 Stein 1995
# 2 APME 1994a
# 3 BUWAL 1991

Metadaten

Datenqualität gut (Primärdaten)
Dateneingabe durch Uwe R. Fritsche
Quelle Öko-Institut
Review Status Review in Arbeit
Review durch Wolfgang Jenseit
Letzte Änderung 14.01.2011 23:04:09
Sprache Deutsch
Ortsbezug Deutschland
Technologie Abbau-Stoff-Ressourcen
Technik-Status Neu
Zeitbezug 2020
Produktionsbereich 14.4 Gewinnung von Salz
SNAP Code 4.6.16 Mineralerzgewinnung
GUID {519CE9D8-D8CE-4DBA-A3A2-A38E0D93BD10}

Verknüpfungen

Produkt liefernder Prozess Bedarf   Transport mit Länge
Primärinput
Mineralien
Hilfsmaterial
Wasser (Stoff) Xtra-generisch\Wasser 33,000*10-3 kg/kg
Sprengstoff Sprengen (ANFO)-DE-2000 360,00*10-6 kg/kg
Hilfsenergie
Elektrizität Netz-el-DE-Verteilung-NS-2020 16,000*10-6 MWh/kg
mechanische Energie Dieselmotor-DE-2020 3,8056*10-6 MWh/kg
Prozesswärme Gas-Kessel-DE-2020 916,67*10-9 MWh/kg
Hauptoutput
Steinsalz

Kenndaten

Leistung 1,0000000 t/h
Auslastung 5,00000*103 h/a
Lebensdauer 20,000000 a
Flächeninanspruchnahme 0,0000000
Beschäftigte 0,0000000 Personen
Nutzungsgrad 99,500000 %
Leistung von 10,000*10-6 bis 1,00000*109 t/h
Benutzung von 1,0000000 bis 8,76000*103 h/a
Ertrag 5,00000*106 kg/a

Direkte Emissionen

Produktionsabfall 1,0000*10-3 kg/kg

Kosten


Kommentar

Die Förderung von Steinsalz meint die bergmännische Gewinnung von Natriumchlorid. Teilweise werden schon bei der Gewinnung Reinheitsgrade um die 99% erzielt. Es werden aber auch Steinsalze mit einem Salz-Gehalt von nur 95 bis 98 % gefördert. Der Rest besteht aus Tonen, Anhydrit, Quarz, Dolomit, Feldspat und Glimmer. In diesem Fall muß das Salz durch Sieben und Schwerflüssigkeitstrennung aufkonzentriert werden (Büchner 1984). Diese Prozesse werden in dieser Studie nicht in die Genese der Stoffflußkennziffern einbezogen. Bei der Datengenese konnte auf Primärdaten deutscher Hersteller zurückgegriffen werden (siehe #1). Die Daten gelten für den Bezugsraum der Bundesrepublik für 1994. Es wird nur der Grundprozeß der Steinsalzgewinnung betrachtet. Die weiteren Arbeitsschritte der Aufbereitung für unterschiedliche Nutzungen und die Salinensalzgewinnung werden im Rahmen der vorliegenden Prozeßeinheit nicht betrachtet. Da der Bilanzrahmen in der vorliegenden Literatur nicht deutlich definiert und beschrieben ist, können diese Daten in GEMIS nicht weiter berücksichtigt werden (#2+#3). Allokation: keine Genese der Kennziffern Massenbilanz: Nach Angaben deutscher Hersteller (#1) müssen pro Tonne Steinsalz ca. 1005 kg abgebaut werden. Dies gilt für ein Salz mit einem NaCl-Gehalt von ca. 99 %. Als Betriebsstoffe wird hier der Sprengstoff zum Abbau des Steinsalzes betrachtet. Zum Sprengen einer Tonne Steinsalz sind umgerechnet 0,4 MJ erforderlich. Das entspricht einer Masse von 0,36 kg Sprengstoff bezogen auf eine Tonne Steinsalz. Energiebedarf: Der Energiebedarf der Förderung wird über verschiedene Energiträger gedeckt. In der folgenden Tabelle ist der Energiebedarf gegliedert nach Energieträgern aufgeführt: Tab.: Energiebedarf der Steinsalzförderung aufgegliedert nach Energieträgern (#1) Energieeinsatz Menge in MJ/t Steinsalz Erdgas 3,3 Diesel-Kraftstoff 13,7 Strom 57,6 Summe 74,6 Prozeßbedingte Luftemissionen: Zusätzlich zu den Emissionen aus der Bereitstellung des Energiebedarfs werden in der vorliegenden Studie die Staubemissionen bei der Förderung und Verladung des Steinsalzes bilanziert. Sie werden nach Angaben eines deutschen Herstellers mit 4 kg/t Steinsalz quantifiziert (#1), hier aber NICHT berücksichtigt, da es sich überwiegend um Grobstaub handelt. Wasserinanspruchnahme: Nach Angaben deutscher Hersteller (#1) werden bezogen auf die Tonne Steinsalz 33 l Prozeßwasser benötigt. Es wird vorwiegend eingesetzt, um sowohl unter Tage als auch beim Verladen des Steinsalzes die Staubbildung zu mindern. Das Wasser wird im Produkt aufgenommen. Die Differenz von 4 kg/t Produkt fällt als Staub an, der vor allem beim Verladen des Salzes entsteht (#1). In dem Prozeß der bergmännischen Steinsalz-Gewinnung wird kein Kühlwasser benötigt. Abwasserinhaltsstoffe: Bei der Förderung des Steinsalzes fällt kein Abwasser an. Das eingesetzte Wasser wird vom Produkt aufgenommen. Reststoffe: Als Abfälle bei der bergmännischen Gewinnung des Steinsalzes fällt lediglich eine geringe Menge Schmutzsalz an. Deutsche Hersteller (#1) beziffern diese Menge mit 1 kg/t Produkt.