Metall\Aluminium-AU-2020

Referenzen

# 1 Harnisch 1995
# 2 BUWAL 1991
# 3 Krone 1990

Metadaten

Datenqualität mittel (sekundäre/abgeleitete Daten)
Dateneingabe durch Klaus Schmidt
Quelle Öko-Institut
Review Status Review in Arbeit
Review durch Uwe R. Fritsche
Letzte Änderung 03.04.2008 21:06:28
Sprache Deutsch
Ortsbezug Australien
Technologie Metalle - Herstellung und Bearbeitung
Technik-Status Bestand
Zeitbezug 2020
Produktionsbereich 27.42 Erzeugung und erste Bearbeitung von Aluminium
SNAP Code 4.3.1 Herstellung von Hüttenaluminium (Elektrolyse)
GUID {760B714B-BBEE-4185-B1AB-75798F103911}

Verknüpfungen

Produkt liefernder Prozess Bedarf   Transport mit Länge
Hauptinput
Bauxit Aufbereitung\Tonerde-AU-2020     Überseeschiff-2000 2,00000*103 km
Hilfsmaterial
Anoden-C Fabrik\Anoden-C-DE-2000 430,00*10-3 kg/kg
Aluminiumfluorid Chem-Anorg\Aluminiumfluorid-generisch-2000 18,000*10-3 kg/kg
Hilfsenergie
Prozesswärme Öl-schwer-Kessel-AU-2020 1,0625*10-3 MWh/kg
Elektrizität El-KW-Park-AU-2020 15,000*10-3 MWh/kg
Hauptoutput
Aluminium

Kenndaten

Leistung 1,0000000 t/h
Auslastung 5,00000*103 h/a
Lebensdauer 20,000000 a
Flächeninanspruchnahme 0,0000000
Beschäftigte 0,0000000 Personen
Nutzungsgrad 52,630000 %
Leistung von 10,000*10-6 bis 1,00000*109 t/h
Benutzung von 1,0000000 bis 8,76000*103 h/a

Direkte Emissionen

SO2-Äquivalent 18,400*10-3 kg/kg
CO2-Äquivalent 5,9002000 kg/kg
SO2 18,000*10-3 kg/kg
HF 250,00*10-6 kg/kg
Staub 1,3600*10-3 kg/kg
CO 150,00*10-3 kg/kg
CO2 1,4000000 kg/kg
Perfluormethan 500,00*10-6 kg/kg
Perfluoraethan 66,000*10-6 kg/kg
Produktionsabfall 35,700*10-3 kg/kg

Kosten

Transportkosten 4,29229*103 €/a 858,46*10-6 €/kg
Brennstoff-/Inputkosten (Bauxit) 57,6179*103 €/a 11,524*10-3 €/kg
Summe 61,9102*103 €/a 12,382*10-3 €/kg

Kommentar

Australien -Schmelzflusselektrolyse: Primäraluminium (Hüttenaluminium) wird aus Tonerde mittels Schmelzflusselektrolyse (Hall-Heroult-Prozeß) gewonnen. Allgemeines Verfahren ist die Elekrolyse der Tonerde (Al2O3) in Kryolithschmelzen (Na3AlF6). Kryolith wird im Prozess zur Schmelzpunkterniedrigung (auf ca. 950 oC) benötigt. Kryolithverluste werden durch Zugabe von Aluminiumfluorid (AlF3) ausgeglichen (WIKUE 1995b). Das elektrolytisch gebildete Aluminium setzt sich am kathodischen Boden der Elektrolysezelle ab. Der Sauerstoffanteil der eingesetzten Tonerde verbindet sich mit dem Kohlenstoff der Anoden zu Kohlendioxid und Kohlenmonoxid. Durch den Schwefelgehalt des eingesetzten Anodenmaterials werden weiterhin Schwefeldioxidemissionen freigesetzt. Weitere wichtige Emissionen bei der Schmelzflusselektrolyse sind Staub sowie Fluorwasserstoff. Das Ausmaß der Emissionen ist von der konkreten Technik der Anlage und der Effizienz der Abgasreinigung abhängig. Schließlich werden bei der Schmelzflußelektrolyse Tetrafluormethan (CF4) und Hexafluorethan (C2F6) emittiert (siehe #1), die als langlebige und extrem potente Treibhausgase bekannt sind. Die einzelnen Anlagen unterscheiden sich vor allem durch die eingesetzte Technologie der Elektrolysezellen. Es wird unterschieden in pre-bake- und Söderberg-Zellen, von welchen wiederum diverse Untervarianten existieren (Huglen 1990). Allokation: keine Genese der Daten: Für die Schmelzflusselektrolyse in Australien wird in GEMIS ein mittleres Technologieniveau unterstellt (d.h. deutlich geringerer Stromverbrauch und geringere Staub- und Fluorwasserstoffemisionen als in der GUS). Die Daten für die Einsatzstoffe Tonerde (1900 kg), Anoden (430 kg) und Aluminiumfluorid (18 kg) sowie für Heizöl EL (3825 MJ) und für elektrischen Strom (15000 kWh = 54000 MJ) sind #2 entnommen. Ebenso gehen die Emissionsfaktoren für Fluorwasserstoff (0,25 kg) und Staub (1,36 kg) auf #2 zurück. Die Emissionsfaktoren für Schwefeldioxid (18 kg), Kohlenmonoxid (150 kg) Kohlendioxid (1400 kg) gehen auf #1 bzw. fürTetrafluormethan (0,5 kg) und Hexafluorethan (0,066 kg) auf (Harnisch 1998 + 1999) zurück und entsprechen globalen Durchschnittswerten (Anmerkung: die Kennziffern für die fluorierten Treibhausgase schwanken von Anlage zu Anlage, daher werden hierzu für alle in GEMIS aufgenommenen Schmelzflusselektrolyseprozesse wie z.B. GUS -Schmelzflusselektrolyse etc. die gleichen globalen Durchschnittswerte angesetzt). Die Kennziffer für die Gesamtabfallmenge (35,7 kg) stammt von #3 und wird auf die GUS übertragen. Nicht abgebrannte Anodenreste sind dabei nicht berücksichtigt, da sie bei der Anodenherstellung wieder eingesetzt werden.